Montag, 22. Oktober 2012

#ecil12 - wieder ganz am Anfang

... lang überleg ich schon, was ich mit diesem Blog jetzt tun soll, der Master ist fertig - aber zu Ende gedacht hab ich daher noch lang nicht alles, ganz im Gegenteil, eigentlich steh ich immer wieder aufs neue ganz am Anfang. Diese Einsicht ist für mich immer ein Aha-Erlebnis, wenn auch schockierend, aber sie tut gut und bringt mich weiter.

Daher werde ich jetzt erst einmal diesen Blog einfach so weiter führen, wenn ich ihn brauche, um meine Gedanken zu sortieren. Das muss ich nach dem Educamp in Ilmenau am Wochenende in jedem Fall ;) Ich glaub, damit bin ich auch nicht allein :) 

Viele Reflexionen hab ich noch nicht gelesen, habe auch noch nicht viel gefunden, nur immer wieder die übliche Sponsoring Debatte, die mich langsam nervt und für mich absolut nicht zielführend ist. Da gibt's wichtigeres.
Jedoch frag ich mich, woher Sie rührt - ist es eins der üblichen Luxusproblemchen? Wenn man ansonsten keine Probleme mehr hat, dann geht man zu solchen Dingen über? Ich geb's zu, konnt ich mich doch zu Beginn in die Riege der Menschen mit Luxusproblemen einordnen - auch für mich zog sich die Veranstaltung zu Beginn, zumindest was die Themen anging. Das Wort gediegen kam auch aus meinem Mund... Nicht, dass die Veranstaltung schlecht organisiert war, auch die Themen wurden gut präsentiert - wie denn auch anders bei soviel Kompetenz! Trotzdem machte sich dauerhaft ein Gähnen bei mir breit... ich gammelte in der Sonne rum, hatte dort allerdings super klasse Gespräche, die ich nicht missen möchte und quälte mich etwas mit schlechtem Gewissen, als ich Sonntag morgen, leicht übermüdet, endgültig gedanklich alle Sessions boykottierte... Kann doch nicht sein, dass ich mir ein ganzes Wochenende freischaufel und gerade mal 3 oder 4 Sessions besuche... 

Also trabte ich auf Empfehlung von @Yvonne_Stragies  zur Session von @lammatini - nichtsahnend, was mich dort erwarten würde, mehr mein schlechtes gewissen beruhigend insgesamt fast 1000km für dies Veranstaltung gefahren zu sein.
Und dieses Session hatte es in sich - wirkt immer noch nach, traf und rüttelte mich, wer dabei war, kann sich vielleicht daran erinnern, dass ich mich fast persönlich auf den Schlips getreten fühlte, nicht mutig zu sein... So ein Kommentar hatte mir in dem Moment noch gefehlt ;) Der hatte gesessen ;).

Seitdem verlässt mich dieser Gedanke allerdings nicht mehr - bin ich wirklich mutig? Was mach ich denn tatsächlich wenn ich raus komm, aus dem Educamp und wieder in meinen Alltag eintauche? Nehme ich immer meinen ganzen Mut zusammen??? Oder steck ich nicht auch ab und an meinen Kopf tief in den Sand oder schlimmer, bin zu faul etwas anzugehen, weil es eben UNBEQUEM ist... aisch, da ist dieses schreckliche Wort wieder... was ist eigentlich schlimmer - nicht mutig zu sein oder zu faul sein/ das unbequeme nicht heraufbeschwören wollen... letzteres zumindest für mich

Vor allem ist mir in all diesen Überlegungen klar geworden, warum ich teilweise gelangweilt war. Die Themen sind natürlich alle wichtig, aber für mich waren sie nicht neu... was neu war, seit langem einmal wieder, war losgelöst von den Medien zu denken - back to the roots... passend zu dem Motto des letzten Camps. Wie oft hab ich an diesem Wochenende gesagt: "Neue Medien sind nur ein Werkzeug - nicht mehr und nicht weniger. PUNKT." Und doch weiter drüber geredet... Warum eigentlich? Gewohnheit?

Warum will ich denn ein ganzes Wochenende Werkzeugkunde machen? Warum nicht auch mal über das Wesentliche wieder nachdenken. Und es war so bereichernd - ohne Medienbezug, irgendwie hatte es was von "einfach nur so", aber dabei von so großer Relevanz und mit deutlichen Nachwirkungen gedanklich seitdem für mich. 

Diese Session war für mich persönlich ein Aha-Erlebnis, an dem ich noch lange zehren werde - eines dieser Aha-Erlebnisse, dass mir zeigt: ich stehe mal wieder ganz am Anfang. Ein schönes Gefühl, denn es schafft Motivation zu sagen: Und auf geht's zu neuen Ufern! Der Werkzeugkoffer ist gepackt und wird natürlich immer wieder aktualisiert, aber zum "Losgehen" muss ich mich schon selbst "ermutigen" :)

Samstag, 16. Juni 2012

Fertig :) und ein großes Danke schön :) :)

Ich bin fertig... jetzt muss das Ding nur noch in den Druck am Montag. Das PDF steht im Portfolio und ist auch per eMail raus - jetzt kann/ braucht nichts mehr geändert werden, das war's :) Ich schau jetzt auch besser nicht mehr rein :)

Da ich in der MAarbeit keine Danksagung habe, möchte ich mich hier ganz herzlich bei euch allen bedanken - ich hoffe ich vergesse niemand... fangen wir am Anfang an :)

Ein Dank an

  • Petra W., die mich auf der Wiki-Veranstaltung vor einem Jahr am frühen Morgen so wunderbar zum lachen gebracht hat, dass es dann doch nur noch ein guter Tag werden konnte :-),
  • an Christine S., die mich auf der Veranstaltung mit vielen guten Gesprächen und Ideen erst auf mein Masterthema gebracht hat, die auch weiter mit mir diskutiert hat, als schon wieder ein paar Wochen ins Land gegangen waren, die mir mit ihrer MAArbeit eine gute Grundlage für meine gegeben hat und auch ein abschließendes Häkchen als Freigabe zur Abgabe setzte :-),
  • an Katharina L., die immer mal wieder aus dem Untergrund auftaucht - aber immer im rechten Moment, mit dem richtigen Wort, der richtigen Idee und einem offenen Ohr :-),
  • an Ko, die sich schon seit Jahren mein Gejammer und Gezeter tapfer anhört und ohne noch hinhören zu müssen die rechte Antwort weiß und die mir gezeigt hat, dass ein Leben ohne Erwartungen wirklich viel einfacher ist :-),
  • an Rike P., die sich meinem verqueren Satzbau und nicht immer graden Gedankengängen gestellt hat,
  • an Monika A., die sich trotz Stress hoch 10 zum Korrekturlesen gemeldet hatte :-),
  • an Susan, die in der Korrekturphase "nur mal eben kurz" ein paar Tippfehler entfernen wollte... wer je mit mir geskypt hat, weiß welches schwere Los sie sich da selbst ausgesucht hatte :-),
  • an Kerstin B., eine der wenigen der FUler, die mich regelmäßig real ertragen muss :-),
  • an die Jungs und Mädels im Skype-Lern- und Plauderchat, die verteilt über die ganze Welt entweder noch schreiben oder bereits fertig sind und nicht nur die MAarbeit, sondern auch die vorherigen 7 Module oder sogar den Bachelor mit mir gemeinsam gemacht haben,
  • an Ve, die bestimmt oft tief einatmen musste, wenn ich wieder Technikchaos verbreitet habe und sie mir mit ihrer Glaskugel Lösungshinweise anreichen sollte :-)
  • und auch an all die, die ich jetzt vergessen habe - Asche auf mein Haupt, ich habe gerade eine MAarbeit abgegeben, ich bin jetzt noch verwirrter als sonst :-).
Ein Danke Schön auch an meine wirklich nette Betreuung, Frau Dr. Claudia Schrader :-)

Wenn ich das da oben lese, dann merk ich gerade, dass ein Fernstudium nicht sozial isoliert sein muss - auch nicht sein sollte/darf. Wir hatten immer verdammt viel Spaß und genau das war es auch, was ich an meinem ersten Studium schon genossen haben - die soziale Komponente. Die gibt es auch im Fernstudium. Selbst wenn mehrere tausende Kilometer dazwischen liegen :-)

Zu guter Letzt aber das wichtigste: 

Ein Dank an meine Familie, die mich in den letzten sechs Jahren mehr von hinten am Schreibtisch haben sitzen sehen als manchmal zumutbar war!
Danke, für all die Tassen Kaffee, Brote, Lakritze, die von hinten angereicht wurden, die aufmunternden Worte, das Rücken freihalten, auch dann, wenn ihr mich viel lieber von vorne gesehen hättet! 

Freitag, 15. Juni 2012

...es kommt immer anders...

... als man denkt... 
Ich wollte die letzten Tage der Masterarbeit genießen, den Schreibprozess entspannt ausklingen lassen. Auch wenn der Termin naht, habe ich keinen Grund mir Druck zu machen... Aber am Dienstag abgeben, dass wollte ich einhalten. 
Dadurch hab ich mich selbst unter Druck gesetzt und wie das immer so ist, passiert etwas. Bei mir nennt sich dieses etwas diesmal Sommergrippe... Dienstag Morgen war mir schon schwummrig zumute und in der Nacht zu Mittwoch hatte sie mich voll erwischt :(

Jedoch genau das ist charakteristisch für ein Fernstudium - studieren wann und wo man will, heißt es immer so schön - es ist aber oft auch ein studieren unter den widrigsten Umständen, ein festbeißen und dranbleiben, auch wenn man nicht mehr will, kann, meint, nichts mehr zu wissen.

So hab ich mich in den letzten Tagen gefühlt und eigentlich ist es ein würdiger Abschluss für eine Masterarbeit :o) Denn genau so ist ein Fernstudium - die letzten 6 Jahre habe ich mich festgebissen und war unglaublich stolz über jede Hürde, die ich gemeistert habe. Bei meinem Kolloquium zur B.A.arbeit hab ich auf einer Kiste gesessen, der Schreibtisch schon im Umzugscontainer, der Rechner stand auf dem Boden, die Möbelpacker klopften an die Tür, wollten den Rechner auch in den Container packen und ihn versiegeln und ich musste sie während meines Vortrages immer weg winken (Glastür ;-)) Warum also sollte es jetzt anders sein???

Ich hab also mit Fieber die letzten Abschnitte geschrieben, alles formatiert und zurechtgerückt und den letzten Korrekturdruck gestern Abend laufen lassen. Ich find, dass ist ein dem Fernstudium würdiger Abschluss :-) ;-) 

Mit dem letzten Druck werde ich mich gleich unter meine Decke zurückziehen und ihn lesen. Außerdem werde ich heute noch die CDs für die Anlage brennen. Morgen dann die letzten Fehler aus der Datei rauskorrigeiren und dann tatsächlich Montag in den Druck... es scheint aufzugehen... aber warten wir es ab... 

... es kommt immer anders als man denkt :) .....

Sonntag, 10. Juni 2012

Zeitplan

bin froh, dass ich den Zeitplan hier festgehalten habe... ansonsten wär ich schon längst wieder aus dem Trott
Zu Beginn hab ich wirklich alles durchgeplant und auch nach meinem Grobentwurf gearbeitet.
Aber mit einer MA ist es anscheinend nicht anders als mit Hausarbeiten - die Feinplanung am Ende hängt auch noch mit der Restmotivation und v.a. auch Restenergie zusammen.
Ich bin zwar spät dran, aber ich brauch nicht in Panik auszubrechen, zeitlich ist das alles noch locker zu schaffen. Nur für meine Verhältnisse bin ich spät... Später würde ich aber nicht sein, wollen, denn das letzte Stück mach doch sehr viel Arbeit und ich bin froh, dass ich noch Puffer habe

meinen letzten Plan hatte ich so gestaltet:


Fr. 08.06 Fazit und Ausblick
Sa 09.06 Einleitung und Abstract
ab Sonntag, 10.06 bereits erhaltene Korrekturen einbauen (Rechtschreibfehler, Formulierungen und den ganzen Kram) abschließen bis Mittwoch
Donnerstag 14.06 Abbildungen beschriften, Literaturverzeichnis einbauen bis Freitag
Freitag 15.06 Formatierungen Samstag/ Sonntag, Probedruck, letzte Überarbeitung
Montag, 19.06 => Copy Shop, dreimal drucken und binden lassen 
Dienstag, 20.06 => endlich mal Frau Geppert kennenlernen und persönlich in Hagen abgeben gehen :) - dann wird es auch wirklich Zeit ;)


Wie man sieht hab ich etwas geschummelt und anderes getan - für den empirischen Teil, so wie er jetzt steht, hab ich keine Korrekturen bisher, daher werde ich ihn jetzt erstmal selbst überarbeiten und dann nochmal rumschicken. Netterweise habe ich dafür auch noch einmal zwei Leute die sich meiner erbarmen und das Ganze lesen :)
Auch wenn ich umdisponiert habe, habe ich trotzdem geschafft an diesem Wochenende und zu den letzten fehlenden Textpassagen wird mir auch schon noch was einfallen... nur fraglich wann...

Hat jemand vielleicht noch eine Idee, was ich mit dem Blog mache, wenn ich fertig bin? Schließen? Oder umstrukturieren?

Samstag, 9. Juni 2012

Was wurde aus der geplanten Gliederung

Ich habe mir gerade einmal die Mühe gemacht mir mein jetzt abschließendes Inhaltsverzeichnis mit der zu Beginn geplanten Gliederung abzugleichen.
Letztendlich ist es außer zu ein paar Verschiebungen/ Umbenennungen zu keiner sehr großen Veränderung gekommen und ich bin froh drum, dass ich zu Beginn so lange daran rumgebastelt habe. Vor allem hatte ich auch eine sehr gute Betreuung, die mich auf meine Gedankensprünge und auf meine Fehler in der Gliederung immer wieder hingewiesen hat. Sie hat nicht locker gelassen, auch wenn ich, stur und eigenwillig wie ich nun mal bin, überhaupt nicht einsehen wollte im ersten Moment, dass es durchaus Sinn macht und gerne auch mal rumgemault habe :)  Dafür ein danke schön schon schonmal an dieser Stelle.
Mein Inhaltsverzeichnis gefällt mir jetzt ganz gut und ich denk, es macht auch ein wenig Lust auf das, was sich dahinter verbirgt - den roten Faden erkennt man zumindest :-)
Es hat mir aber wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine gewissenhafte Planung ist und vor allem, dass es am Ende wirklich eine Arbeitserleichterung ist :) Das abschließende Inhaltsverzeichnis will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten - ich hoffe, ihr teilt meine Meinung :)



1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit

I. THEORETISCHER TEIL

2. Lernen mit Web 2.0 Technologien
2.1 Wandel der Lernparadigmen
2.2 Social Software zur Förderung informeller Lernprozesse
2.3 Kooperatives und kollaboratives Lernen

3. Kooperatives Lernen mit Wikis
3.1 Das Wiki Prinzip
3.2 Wissenskonstruktion mit Wikis
3.3 Hemmnisse und Erfolgsfaktoren eines Wiki Einsatzes

4. Untersuchungsgegenstand: Der WIK im Masterstudiengang Bildung und Medien -        
        eEducation an der FernUniversität Hagen
4.1 Analyse
4.1.1 Bedarfsanalyse und Rahmenbedingungen
4.1.2 Zielsetzung
4.1.3 Adressatenanalyse
4.2 Das didaktische Design
4.2.1 Grundlegende Anforderungen an Lehrende und Lernende
4.2.2 Interaktion durch Aktivierung der Gruppenbildung
4.2.3 Förderung der Kooperation
4.2.4 Konstruktion der Lerneinheiten
4.2.5 Motivation und Emotion im Kursverlauf
4.3 Zusammenfassung und Zwischenfazit



II. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG

5. Konzeption der empirischen Untersuchung
5.1 Forschungsfragen und Hypothesen
5.2 Forschungsdesign

6. Methode der Untersuchung
6.1 Online Fragebogen
6.1.1 Entwicklung
6.1.2 Pretest
6.2 Stichprobe
6.3 Datenerhebung
6.4 Analyse

7. Ergebnisse und Diskussion
7.1 Auffälligkeiten in der Datensichtung
7.2 Hypothesenprüfung
7.3 Vergleich der Wikistatistiken

8. Fazit und Ausblick